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Bootskasko: Vergleich, Leistungen und Kosten 2026

Die Bootskasko zahlt Schäden am eigenen Boot, vom Sturm im Liegeplatz bis zur Grundberührung auf See. Als Versicherungsmakler vergleichen wir Tarife von 10+ Versicherern und melden uns binnen 24 Stunden mit deinem Angebot.

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Was ist eine Bootskasko?

Eine Bootskasko (Kaskoversicherung für Boote und Yachten) zahlt Schäden am eigenen Boot. Wenn ein Sturm dein Boot vom Steg reißt, der Motor durch Brand zerstört wird oder du bei einer Grundberührung den Rumpf beschädigst, übernimmt die Bootskasko Reparatur oder Wiederbeschaffung. Die Bootshaftpflicht (Versicherung für Schäden gegenüber Dritten) zahlt dagegen nur, wenn du mit deinem Boot fremdes Eigentum oder Personen schädigst.

Diese Trennung ist wichtig, weil viele Eigner glauben, die Haftpflicht decke alles ab. Tut sie nicht. Ohne Kasko trägst du jeden Schaden am eigenen Boot selbst, auch wenn ein Fremder unverschuldet hineinfährt und nichts zu holen ist. In Deutschland gibt es keine Pflicht zur Bootskasko (anders als bei der Haftpflicht in vielen Revieren), die Entscheidung liegt bei dir.

Teilkasko oder Vollkasko, was passt zu deinem Boot?

Die Bootskasko gibt es in zwei Ausprägungen. Teilkasko deckt äußere Gefahren wie Sturm, Brand und Diebstahl. Vollkasko schließt zusätzlich selbst verschuldete Schäden und Vandalismus ein. Der Beitrag liegt bei Vollkasko meist 30 bis 50 Prozent über der Teilkasko.

SchadenartTeilkaskoVollkasko
Sturm, Hagel, Blitzjaja
Brand und Explosionjaja
Diebstahl von Boot, Motor, Zubehörjaja
Sinken durch Sturmjaja
Wildtierschaden (Marder, Vogel)jaja
Grundberührung und Kollisionneinja
Selbst verschuldeter Auflaufneinja
Vandalismusmeist neinja
Bedienungsfehler (Falschtanken)neinoptional
Transportschäden auf Trailerteilweiseja

Faustregel: Vollkasko ist sinnvoll, wenn dein Boot mehr als 20.000 Euro wert und jünger als 10 Jahre ist. Bei älteren, abgeschriebenen Booten unter 10.000 Euro Marktwert reicht häufig Teilkasko, weil der Schadenfall durch Eigenverschulden selten den höheren Beitrag rechtfertigt.

In über 10 Jahren Beratung habe ich kaum einen Eigner getroffen, der sich nach einer Grundberührung gefreut hat, „nur" Teilkasko zu haben. Sobald das Boot fünfstellig wertvoll ist, gehört Vollkasko dazu.

— Felix Koller, Versicherungsmakler für Bootsversicherungen

Welche Schäden deckt die Bootskasko ab?

Eine moderne Bootskasko arbeitet als Allgefahrendeckung (alle plötzlichen, unvorhersehbaren Schäden außer den explizit ausgeschlossenen). Diese Leistungen sind bei Pantaenius, Schomacker und Gothaer Nautic Plus enthalten:

  • Sturm, Hagel, Blitzschlag, Brand, Explosion und Sinken
  • Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub von Boot, Motor und fest verbautem Zubehör
  • Vandalismus und mutwillige Zerstörung durch Dritte
  • Grundberührung, Kollision mit Hindernissen und anderen Booten
  • Schäden durch Transport, Trailerfahrt und Slippen
  • Schäden im Winterlager (Halle, Freilager, Bockstand)
  • Bergungs-, Such- und Wrackbeseitigungskosten bis zur vereinbarten Summe
  • Persönliche Effekten an Bord (oft bis 5.000 Euro ohne Selbstbeteiligung)
  • Maschinenschäden bei Booten unter 3 Jahren (optional bei älteren)
  • Mastbruch und Rigg-Schäden bei Segelyachten

Nicht gedeckt sind Verschleiß, Konstruktionsfehler und absichtliche Schäden. Standard-Ausschlüsse:

  • Vorsätzlich verursachte Schäden
  • Schäden unter Alkoholeinfluss über 0,5 Promille
  • Krieg, Kernenergie, innere Unruhen, Beschlagnahme
  • Verschleiß, Materialermüdung, Korrosion (außer als Folge eines versicherten Ereignisses)
  • Rennen und Regatten ohne separaten Einschluss
  • Vermietung und gewerbliche Nutzung ohne ausdrückliche Mitversicherung
  • Grobe Fahrlässigkeit (nur bei Standardtarifen, Top-Tarife schließen Einwand aus)

Was kostet eine Bootskasko 2026?

Der Beitrag richtet sich nach mehreren Faktoren. Diese fünf wirken am stärksten:

Versicherungssumme

Kaufpreis oder gleitende Neuwertversicherung. Beitragsspanne 0,8 bis 2,0 Prozent der Summe pro Jahr.

Bootstyp und Alter

Segel, Motor, Jet, Jolle. Boote über 15 Jahre kosten Aufschlag. Hochwertige GFK-Yachten sind günstiger als Holzboote.

Liegeplatz und Revier

Bodensee und Binnen sind günstig. Ostsee mittel. Mittelmeer und Atlantik teurer. Weltweit kostet extra.

Motorleistung

PS und Maximalgeschwindigkeit beeinflussen den Beitrag, besonders bei Sportbooten und Jetski.

Daneben zählen Skipper-Erfahrung (Schein, Jahre Praxis), Selbstbeteiligung, Schadenfreiheitsrabatt (bis 50 Prozent bei Gothaer) und ob du Saisonversicherung wählst (Saisonrabatt etwa 20 Prozent für 6 Monate Liegezeit).

Vier Beispielrechnungen aus dem Markt

Schau dir die folgenden vier typischen Fälle an. Die Spannen kommen aus aktuellen Marktbeobachtungen und gelten als Orientierung, nicht als Festpreis.

BootWertRevierTeilkasko/JahrVollkasko/Jahr
Motorboot 8 m, 5 Jahre30.000 EURBodensee220 bis 320 EUR350 bis 550 EUR
Sportboot 7 m, 3 Jahre50.000 EURBinnen (Berlin, Brandenburg)320 bis 450 EUR500 bis 800 EUR
Segelyacht 12 m, 8 Jahre150.000 EURMittelmeer (Kroatien)850 bis 1.400 EUR1.500 bis 2.800 EUR
Jetski, 2 Jahre15.000 EUROstsee180 bis 260 EUR320 bis 480 EUR

Selbstbeteiligung: typische Spannen

Die Selbstbeteiligung (Eigenanteil pro Schaden) liegt bei der Bootskasko üblicherweise zwischen 250 und 1.500 Euro. Welche Höhe sinnvoll ist, hängt vom Bootswert ab.

  • Kleinboote bis 25.000 EUR Wert: 250 bis 500 EUR Selbstbeteiligung.
  • Sport- und Motorboote 25.000 bis 100.000 EUR: 500 bis 1.000 EUR.
  • Yachten ab 100.000 EUR: 1.000 bis 1.500 EUR, teils 1 Prozent der Versicherungssumme.

Wer die Selbstbeteiligung von 500 auf 1.500 Euro erhöht, spart oft 15 bis 25 Prozent Beitrag. Bei Top-Tarifen ist für Bergung, Wrackbeseitigung und persönliche Effekten keine Selbstbeteiligung fällig.

Top-Anbieter Bootskasko im Vergleich

Wir vergleichen als Makler die ganze Marktbreite. Drei Anbieter dominieren die Bootskasko in Deutschland. So ordnen wir sie ein:

AnbieterStärkeVersicherungssummeBesonderheit
PantaeniusPremium-Allgefahrendeckung, weltweitFeste Taxe, ohne SB für BergungKein Einwand grober Fahrlässigkeit, Motorschutz Plus optional
SchomackerHamburger Spezialmakler, sehr persönlichUnanfechtbare feste TaxeMaschinenschäden bei Booten bis 3 Jahre automatisch dabei
Gothaer (Nautic Plus)Versicherer mit klassischem TarifFestwert oder gleitendBis 50 Prozent Schadenfreiheitsrabatt, Saisonrabatt 20 Prozent

Andere relevante Anbieter im Vergleich: Helvetia, Allianz Esa, ADAC, Yacht-Pool, Eerdmans, Nammert. Welcher Tarif für dein Boot am besten passt, hängt von Bootstyp, Wert, Revier und gewünschten Zusatzbausteinen ab.

Ohne schuldhaftes Verhalten kann auch eine etwaige Bootshaftpflichtversicherung den Schaden nicht regulieren. Geschädigte blieben mithin auf ihrem Schaden sitzen.

— Yacht.de Redaktion, Februar 2024

Geltungsbereich: Wasser, Trailer, Winterlager

Eine gute Bootskasko deckt dein Boot rund um die Uhr ab, nicht nur während der Fahrt. Diese drei Bereiche sind Standard:

Im Wasser

Fahrt, Liegeplatz, Ankerplatz im gewählten Fahrgebiet (Binnen, Ostsee, Mittelmeer, weltweit).

Auf dem Trailer

Transport vom Liegeplatz zum Winterlager und zwischen Revieren. Slippen am Kran ist eingeschlossen.

An Land

Winterlager, Hallenstellplatz, Bockstand. Schutz gegen Sturm, Brand, Diebstahl und Vandalismus auch außerhalb der Saison.

Fahrgebiet Europa inkl. Mittelmeer ist Standard bei Pantaenius, Schomacker und Gothaer Nautic Plus. Kroatien, Italien, Spanien und Griechenland sind eingeschlossen. Türkei, Schwarzes Meer und Atlantik bis 200 Seemeilen Küste kosten meist Aufschlag, weltweit etwa 30 bis 50 Prozent Mehrbeitrag.

Wann lohnt sich Vollkasko?

Drei Kriterien helfen bei der Entscheidung. Wenn zwei davon zutreffen, ist Vollkasko die wirtschaftlich klügere Wahl:

  1. Der Marktwert deines Bootes liegt über 20.000 Euro.
  2. Das Boot ist jünger als 10 Jahre.
  3. Du fährst regelmäßig in anspruchsvollen Revieren (Felsküsten, viel Bootsverkehr, enge Häfen).

Bei einer 12 Meter Segelyacht in Kroatien ist Vollkasko praktisch alternativlos. Bei einem 25 Jahre alten Trailerboot für 6.000 Euro lohnt sie sich selten, weil im Totalschaden der Marktwert kaum den Mehrbeitrag rechtfertigt.

Bootskasko kündigen und wechseln

Standard-Vertragslaufzeit ist 1 Jahr mit automatischer Verlängerung um jeweils ein weiteres Jahr. Manche Versicherer bieten 3 Jahre Laufzeit mit Rabatt. Die ordentliche Kündigung muss spätestens 3 Monate vor Vertragsende beim Versicherer sein.

Außerordentlich kündigen darfst du nach einem Schadenfall (egal ob reguliert oder abgelehnt), nach Beitragserhöhung ohne Mehrleistung und beim Verkauf des Bootes. Beim Verkauf läuft der Vertrag zunächst automatisch auf den Käufer über (§ 95 VVG), der Käufer kann aber binnen eines Monats kündigen.

Wir übernehmen für unsere Kunden den Wechsel komplett: Vergleich, Kündigungsschreiben, neuer Vertrag, lückenlose Übergabe.

Verwandte Themen

Wenn du dich für Bootskasko interessierst, sind diese Seiten ebenfalls relevant: die Bootshaftpflicht als gesetzlich oft geforderte Ergänzung, die Yachtversicherung für Yachten ab etwa 8 Meter Länge, die Motorbootversicherung für klassische Sportboote sowie die Startseite mit Vergleichsrechner über alle Bootstypen.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bootshaftpflicht und Bootskasko?

Die Bootshaftpflicht zahlt Schäden, die du mit deinem Boot Dritten zufügst (Personen, andere Boote, Stege). Die Bootskasko zahlt Schäden an deinem eigenen Boot, etwa durch Sturm, Diebstahl oder Grundberührung. Beide Versicherungen ergänzen sich, sind aber rechtlich getrennt.

Lohnt sich Vollkasko oder reicht Teilkasko?

Faustregel: Bei einem Bootswert ab etwa 20.000 Euro und einem Bootsalter unter 10 Jahren lohnt sich Vollkasko meistens. Vollkasko deckt zusätzlich selbst verschuldete Schäden, Kollisionen und Vandalismus. Bei älteren Booten unter 10.000 Euro Marktwert reicht oft Teilkasko.

Was kostet eine Bootskasko pro Jahr?

Die Beiträge liegen üblicherweise zwischen 0,8 und 2,0 Prozent der Versicherungssumme pro Jahr. Ein Motorboot für 30.000 Euro am Bodensee kostet rund 350 bis 550 Euro Kasko im Jahr. Eine Segelyacht für 150.000 Euro im Mittelmeer liegt bei 1.500 bis 2.800 Euro.

Welche Selbstbeteiligung ist sinnvoll?

Üblich sind 250, 500, 1.000 oder 1.500 Euro Selbstbeteiligung pro Schaden. Eine höhere Selbstbeteiligung senkt den Beitrag spürbar. Bei Yachten ab 100.000 Euro Wert sind 1.000 Euro Standard, weil sie das Verhältnis von Prämie zu Schadenhöhe ausbalancieren.

Ist mein Boot im Winterlager mitversichert?

Ja, die meisten Bootskasko-Policen schließen das Winterlager an Land in Deutschland und Europa automatisch ein. Geprüft wird, ob das Boot ordnungsgemäß abgestellt ist (Bock, Trailer, Halle). Schäden durch Sturm, Brand, Diebstahl und Marderbiss sind dann gedeckt.

Gilt die Bootskasko auch im Mittelmeer und in Kroatien?

Standard-Fahrgebiet ist meist Europa inkl. Mittelmeer und Ostsee. Kroatien, Italien, Spanien und Griechenland sind in den großen Tarifen (Pantaenius, Schomacker, Gothaer Nautic) eingeschlossen. Türkei und Atlantik bis 200 Seemeilen Küstenentfernung kosten oft Aufpreis.

Sind Schäden durch grobe Fahrlässigkeit gedeckt?

Bei Top-Tarifen wie Pantaenius oder Schomacker ist der Einwand der groben Fahrlässigkeit vertraglich ausgeschlossen, der Versicherer zahlt also auch dann voll. Bei Standardtarifen kürzt der Versicherer die Leistung anteilig nach Verschuldensgrad (§ 81 VVG). Vorsatz und Alkohol über 0,5 Promille bleiben immer ausgeschlossen.

Wie schnell bekomme ich ein Angebot?

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